
Ratgeber
Griechischen Bergtee zubereiten: 1 Zweig, 5–10 Minuten
Wie lässt sich griechischer Bergtee zubereiten? Verwende 1 kleinen Zweig beziehungsweise etwa 1 bis 2 g getrockneten Sideritis auf 250 ml Wasser. Übergieße Blüten, Blätter und zarte Stängel mit kochendem Wasser, decke die Tasse ab und lasse den Aufguss 5 bis 10 Minuten ziehen. Anschließend wird das Pflanzenmaterial entfernt.
Griechischer Bergtee wird nicht wie klassischer loser Blatttee nur aus kleinen Blättern angeboten. Typisch sind getrocknete Pflanzenteile mit Blüten, Blättern und zarten Stängeln. Genau diese Form macht Sideritis schon vor dem Aufgießen leicht erkennbar.
In diesem Ratgeber geht es ausschließlich um die praktische Zubereitung: Wie viel Bergtee braucht man für eine Tasse? Wie lange sollte Sideritis ziehen? Wie verändert sich der Geschmack? Und wie lässt sich griechischer Bergtee heiß oder kalt zubereiten?
Griechischen Bergtee zubereiten – die wichtigsten Angaben
| Menge | 1 kleiner Zweig beziehungsweise etwa 1–2 g |
|---|---|
| Wasser | ca. 250 ml |
| Wassertemperatur | kochendes Wasser |
| Ziehzeit | etwa 5–10 Minuten |
| Geschmack | mild, leicht blumig und fein kräuterig |
| Pflanze | Sideritis |
Die Angaben sind ein praktischer Ausgangspunkt. Wer einen leichteren Aufguss bevorzugt, kann kürzer ziehen lassen oder etwas weniger Pflanzenmaterial verwenden. Für einen kräftigeren Geschmack lässt sich die Ziehzeit innerhalb des angegebenen Bereichs verlängern.
Was ist Sideritis?
Sideritis ist der botanische Gattungsname für eine größere Pflanzengruppe. Plants of the World Online der Royal Botanic Gardens, Kew führt die Gattung als anerkannt und listet 148 akzeptierte Arten. Auf dem Karamelli-Produkt lautet die botanische Angabe deshalb bewusst Sideritis spp., ohne eine nicht belegte einzelne Art zu behaupten.
Bei Karamelli besteht der Bergtee aus Griechenland aus 100 % getrocknetem Sideritis.
Die ganzen Pflanzenteile werden getrocknet und können anschließend direkt für einen Aufguss verwendet werden. Auf Griechisch heißt Bergtee τσάι του βουνού, gesprochen ungefähr „tsái tou vounoú“. Wörtlich bedeutet das „Tee des Berges“.
Wie viel Bergtee benötigt man für eine Tasse?
Für eine Tasse mit ungefähr 250 ml Wasser reicht als Ausgangspunkt ein kleiner Zweig beziehungsweise etwa 1–2 g Bergtee.
Da die Pflanze aus unterschiedlich großen Blüten, Blättern und Stängeln besteht, ist eine Dosierung nach Volumen nicht immer ganz exakt. Ein kleiner Zweig ist deshalb für den Alltag oft einfacher als eine Messung mit einem Teelöffel.
Wer zum ersten Mal griechischen Bergtee zubereitet, kann mit einer kleineren Menge beginnen und die Dosierung bei der nächsten Tasse anpassen.
Wie lange sollte griechischer Bergtee ziehen?
Eine Ziehzeit von ungefähr 5 bis 10 Minuten eignet sich als Ausgangspunkt.
Etwa 5 Minuten
Bei einer kürzeren Ziehzeit bleibt der Aufguss vergleichsweise leicht. Der typische Sideritis-Charakter ist bereits erkennbar, wirkt aber zurückhaltender.
Etwa 7 Minuten
Mit etwas längerer Ziehzeit wird der Geschmack ausgeprägter. Die blumigen und kräuterigen Noten treten deutlicher hervor.
Etwa 10 Minuten
Am oberen Ende des Bereichs entsteht ein kräftigerer Aufguss. Wer Bergtee lieber mild trinkt, kann entsprechend früher abseihen.
Die Ziehzeit lässt sich deshalb gut nach persönlichem Geschmack wählen.
Griechischen Bergtee Schritt für Schritt zubereiten
- Einen kleinen Zweig Bergtee beziehungsweise etwa 1–2 g bereitstellen.
- Den Bergtee in eine Tasse, Kanne oder ein ausreichend großes Sieb geben.
- Mit ungefähr 250 ml kochendem Wasser übergießen.
- Etwa 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
- Die Pflanzenteile anschließend entfernen oder den fertigen Aufguss durch ein Sieb gießen.
Danach kann direkt probiert werden. Ist der Geschmack zu zurückhaltend, lässt sich beim nächsten Aufguss etwas mehr Bergtee verwenden. Ist er kräftiger als gewünscht, kann die Menge oder Ziehzeit reduziert werden.
Warum wird Bergtee als ganzer Zweig verwendet?
Bei griechischem Bergtee gehören Blüten, Blätter und Stängel zum getrockneten Pflanzenmaterial. Deshalb sieht die Zubereitung anders aus als bei fein geschnittenem Kräutertee.
Ein kleiner Zweig kann direkt in die Kanne gegeben werden. Ein großes Teesieb ist ebenfalls praktisch, weil die Pflanzenteile mehr Platz benötigen als fein geschnittene Blätter.
Die sichtbare Struktur des Sideritis bleibt bei dieser Produktform erhalten.
Wie schmeckt griechischer Bergtee?
Griechischer Bergtee besitzt einen milden, leicht blumigen und fein kräuterigen Geschmack. Der fertige Aufguss zeigt typischerweise eine klare bis goldgelbe Farbe.
Im Vergleich zu kräftigen Kräutern wie Salbei wirkt Sideritis geschmacklich zurückhaltender.
Die Intensität hängt jedoch stark von Menge und Ziehzeit ab. Genau deshalb lässt sich der Geschmack bei der Zubereitung einfach anpassen.
Sideritis Tee oder griechischer Bergtee – ist das dasselbe?
Der Begriff Sideritis Tee bezieht sich auf die Pflanze, die für griechischen Bergtee verwendet wird.
„Griechischer Bergtee“ ist dagegen die im Alltag übliche Bezeichnung für den Aufguss beziehungsweise das getrocknete Pflanzenmaterial.
Auf Produktbeschreibungen können deshalb sowohl Begriffe wie „Bergtee“, „griechischer Bergtee“ als auch „Sideritis“ auftauchen.
Bergtee heiß zubereiten
Die klassische Variante ist der heiße Aufguss. Dafür wird das getrocknete Pflanzenmaterial mit kochendem Wasser übergossen und nach ungefähr 5 bis 10 Minuten entfernt.
Pur lässt sich der typische Geschmack besonders deutlich wahrnehmen.
Wer möchte, kann den fertigen Aufguss geschmacklich beispielsweise mit einer Scheibe Zitrone oder etwas Honig ergänzen. Notwendig ist das für die Zubereitung nicht.
Kann man griechischen Bergtee kalt trinken?
Ja. Die kalte Variante beginnt mit demselben heißen Aufguss: Der Bergtee wird zunächst mit kochendem Wasser zubereitet und erst nach dem Abseihen abgekühlt.
Nach der Ziehzeit werden die Pflanzenteile entfernt und der fertige Aufguss kann anschließend abkühlen.
Für eine kalte Variante kann er danach in den Kühlschrank gestellt und später mit Eiswürfeln serviert werden.
Die Menge des Bergtees muss dafür nicht grundsätzlich verändert werden. Wer einen kräftigeren kalten Aufguss bevorzugt, kann die Dosierung nach Geschmack anpassen.
Bergtee in einer Kanne zubereiten
Für mehrere Tassen lässt sich die Menge entsprechend erhöhen.
Bei einer Kanne mit etwa 500 ml Wasser können beispielsweise ungefähr zwei kleine Zweige als Ausgangspunkt verwendet werden. Entscheidend ist weiterhin das Verhältnis zwischen Pflanzenmaterial und Wasser.
Bei einer größeren Kanne ist außerdem praktisch, dass die ganzen Zweige ausreichend Platz haben.
Kann man Bergtee ein zweites Mal aufgießen?
Ein bereits verwendeter Zweig kann geschmacklich ein zweites Mal ausprobiert werden. Der zweite Aufguss fällt in der Regel schwächer aus, weil ein Teil des Aromas bereits beim ersten Aufgießen in das Wasser übergegangen ist.
Ob ein zweiter Aufguss noch ausreichend intensiv schmeckt, hängt von Menge, erster Ziehzeit und persönlicher Vorliebe ab.
Für einen möglichst gleichmäßigen Geschmack ist ein frischer Zweig die einfachste Variante.
Welche Fehler kann man bei der Zubereitung vermeiden?
Bei Bergtee gibt es keine komplizierte Zubereitung. Einige Punkte können den Geschmack trotzdem deutlich verändern.
- Zu wenig Pflanzenmaterial ergibt einen sehr leichten Aufguss.
- Eine sehr kurze Ziehzeit kann das Aroma zurückhaltend lassen.
- Sehr große Mengen verändern den milden Charakter deutlich.
- Offen gelagerter Bergtee kann mit der Zeit an Aroma verlieren.
Mit einem kleinen Zweig pro 250 ml und etwa 5 bis 10 Minuten Ziehzeit gibt es deshalb einen einfachen Ausgangspunkt.
Woher kommt der Bergtee bei Karamelli?
Meine Familie hat ihre Wurzeln in Krokio bei Volos. Vrinena und das Othrys-Gebirge liegen in der weiteren Region, mit der meine Familie eng verbunden ist. Ich kenne die Region, die Anbauflächen und die Menschen hinter unseren Kräutern und Tees persönlich.
Unser Bergtee stammt von der Familie Mylonas aus Vrinena am Othrys-Gebirge in Griechenland.
Christos Mylonas und seine Frau Efrosini begannen 1965 damit, wild wachsenden griechischen Bergtee zu sammeln. Heute wird der Betrieb in dritter Generation geführt. Nach Angaben der Familie liegen ihre Anbauflächen auf etwa 500 bis 1.200 Metern Höhe.
Weitere Informationen zum Betrieb findest du auch auf der Website von Mylonas Organic Tea.
Wie sollte getrockneter Bergtee gelagert werden?
Getrockneter Bergtee sollte trocken, gut verschlossen und vor direktem Licht geschützt aufbewahrt werden.
Feuchtigkeit und starke Fremdgerüche in unmittelbarer Nähe sind für die Lagerung ungeeignet.
Ein trockener Küchenschrank eignet sich deshalb in der Regel besser als ein Platz unmittelbar neben Herd, Spüle oder Fenster.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum befindet sich auf der jeweiligen Verpackung.
Bergtee, Salbei und Kamille unterschiedlich zubereiten
Auch wenn alle drei als Kräuteraufguss verwendet werden, unterscheiden sich Form und Geschmack deutlich.
Bergtee wird bei Karamelli als getrockneter Sideritis mit sichtbaren Blüten, Blättern und Stängeln angeboten. Salbei besteht dagegen aus getrockneten Blättern, während bei Kamille vor allem die Blüten verwendet werden.
Mehr zur Dosierung von Salbei findest du im Ratgeber Salbeitee zubereiten.
Für Kamille gibt es außerdem unseren Artikel zur Zubereitung von Kamillenblüten.
Häufige Fragen zur Zubereitung von griechischem Bergtee
Wie viel Bergtee brauche ich pro Tasse?
Für ungefähr 250 ml Wasser eignet sich ein kleiner Zweig beziehungsweise etwa 1–2 g als Ausgangspunkt.
Wie lange muss Bergtee ziehen?
Etwa 5 bis 10 Minuten. Eine kürzere Ziehzeit ergibt einen leichteren, eine längere einen kräftigeren Aufguss.
Welche Wassertemperatur eignet sich?
Der Bergtee kann mit kochendem Wasser übergossen werden.
Was bedeutet Sideritis Tee?
Sideritis ist die Pflanzengattung, aus der griechischer Bergtee hergestellt wird.
Kann Bergtee kalt getrunken werden?
Ja. Der fertig aufgegossene Tee kann nach dem Abseihen abkühlen und anschließend kalt serviert werden.
Kann man die ganzen Stängel verwenden?
Ja. Beim griechischen Bergtee gehören Blüten, Blätter und zarte Stängel zum getrockneten Pflanzenmaterial.
Fazit: Griechischen Bergtee einfach selbst zubereiten
Griechischen Bergtee zubereiten benötigt nur wenige Schritte. Ein kleiner Zweig beziehungsweise ungefähr 1–2 g Sideritis wird mit etwa 250 ml kochendem Wasser übergossen und ungefähr 5 bis 10 Minuten ziehen gelassen.
Über Menge und Ziehzeit lässt sich anschließend bestimmen, wie mild oder kräftig der Aufguss schmecken soll.
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